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Stufenprogramm für die Jugendfeuerwehrausbildung
Was ist das Neue am Stufenprogramm "Jugendflamme"
Das Stufenprogramm soll die Angehörigen der Jugendfeuerwehr während ihrer
Dienstzeit begleiten, sie fordern und prüfen, sie begeistern und anregen,
aber auch auszeichnen. Denn mit der Öffnung der Jugendfeuerwehr ab dem 10.
Lebensjahr umfasst die reguläre Jugendfeuerwehrzeit nunmehr 8 Jahre.
Jugendliche innerhalb der Jugendfeuerwehr wollen sich messen, ihre Grenzen
kennen lernen. Ein wichtiges Ziel jedes Jugendfeuerwehrangehörigen ist der
Erwerb der Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr. Diese kann mit 15
Jahren erworben werden. Daher stellt sich die Frage nach einem Angebot für
die Jüngeren und die Älteren. Ziel war es mit einem neuen Angebot die
Leistungsspange einzubinden. Breit angelegt und mit allen Mitteln der
Jugendfeuerwehrarbeit bietet die Jugendflamme jedem Alter und den
verschiedenen Neigungen entsprechend Elemente zum Erwerb der einzelnen
Stufen. Die Jugendflamme denkt nicht nur an den feuerwehrspezifischen
Bereich, sondern fordert die Jugendlichen auch auf kultureller und
sportlicher Ebene.
Außerdem geht das Konzept vom "bis ins kleinste Detail festgelegten
Wettbewerb" weg, hin zu einem Rahmenprogramm, das den Durchführenden
Entscheidungsspiel-räume lässt. Das Programm wurde in drei Stufen aufgeteilt
und den Fähigkeiten der Jugendlichen angepasst. Durch seine offene Struktur
können auch Jugendliche beteiligt werden, die zu einem späteren Zeitpunkt in
die Jugendfeuerwehr eingetreten sind.
Hauptziele bei der Konzeptionierung des Stufenprogramms
- begleitendes Programm durch das ganze Jugendfeuerwehrleben
- keine Ausgrenzung der Leistungsspange, sondern die Leistungsspange ist
als Bestandteil in das Programm integriert
- Einzelelemente sollten ohne zusätzliches Training durchführbar sein
Umsetzung der Ziele
- da nur ein Mindestalter für die einzelnen Stufen festgelegt ist,
können auch ältere Jugendliche das komplette Programm absolvieren (ideal
für ältere Neueinsteiger in der Jugendfeuerwehr)
- die feuerwehrtechnischen Inhalte sind Bestandteil der Ausbildung
- es sind in vielen Teilen keine festgelegten Abläufe vorgegeben
- das Erreichen der vorgegebenen Ziele ist maßgebend
- das Stufenprogramm enthält nicht nur feuerwehrtechnische und
sportliche Aufgaben
- durch die Einführung des Abzeichens können die Jugendlichen ihren
Erfolg auch nach außen hin sichtbar tragen
Stufe I
Der erste Abschnitt umfasst einfache Tätigkeiten und Wissensgebiete aus dem
Bereich der Feuerwehrtechnik, Hydrantenkunde und Erste Hilfe.
So sind die Themenbereiche Strahlrohr, Verteiler, diverse Knoten,
Schlauch-kunde und die korrekte Durchführung eines Notrufes zu beherrschen.
Alle Elemente dieses ersten Abschnittes sind Dinge, die sowieso in der
feuerwehrtechnischen Ausbildung am Anfang eines "Jugendfeuerwehrlebens"
stehen.
Als neues Element werden nun auch die persönlichen Neigungen der
Jugendlichen beachtet.
So soll ein Nachweis aus dem sportlichen, kulturell-musisch-kreativen,
sozialen oder ökologischen Bereich erbracht werden.
Zum Beispiel:
- Schwimmschein
- Fahrradpass
- Aktion "Saubere Landschaft"
Wie und wo der/die Jugendfeuerwehrwart/in diese Stufe abnimmt, bleibt den
Einzelnen überlassen.
Zum Beispiel:
- Abnahme mit einer größeren Anzahl von Jugendlichen
- Abnahme an einem Samstagnachmittag mit mehreren Stationen
- Verleihung der Abzeichen in Anwesenheit der Eltern
Die Durchführung ist keine Mehrarbeit, da es sich um die Basisausbildung
der Jugendfeuerwehr handelt.
Stufe II
Die Durchführung der zweiten Stufe kann man sich gut im Rahmen eines
Zeltlagers oder eines Treffens mehrerer Jugendfeuerwehren vorstellen.
Für das Erreichen dieses Abschnittes sind die Bereiche
- Feuerwehrwissen
- Sport und Spiel
- Technik in der Feuerwehr
notwendig.
So werden im Bereich "Feuerwehrwissen" Kenntnisse über feuerwehrtechnisches
Gerät abgefragt.
Im Bereich "Feuerwehrtechnik" muss eine Übung aus einer Palette von
angebotenen Übungen durchgeführt werden.
Beim Bereich "Sport und Spiel" soll sowohl der sportliche als auch der
spielerische Charakter zum Tragen kommen. Dies kann sowohl mit einer
gemeinsamen Veranstaltung als auch mit einzelnen Übungen erreicht werden.
Die Erfüllung der Aufgaben führt zur zweiten Eintragung im
DJF-Mitgliedsausweis durch den Kreis-JFW/FBL-Wettbewerbe und Verleihung der
Jugendflamme Stufe II.
Stufe III
Der Nachweis über eine erfolgreiche Leistungsspangenabnahme der einzelnen
Bewerber muss vorgelegt werden.
Den Eintrag in den DJF-Mitgliedsausweis und das dazugehörige Abzeichen
erhalten Jugendliche aber erst, wenn alle Teile erfolgreich absolviert
wurden.
Die Stufe III setzt sich aus folgenden Bereichen zusammen:
Eine Gruppe Jugendlicher soll eine Themenarbeit mit anschließender
Präsentation durchführen und sich so intensiv mit einem Thema beschäftigen.
Mögliche Themen sind hierbei:
- Sport
- Kulturell-musisch-kreativ
- Soziales
- Ökologisches
Es muß ein Erste Hilfe Nachweis erbracht werden.
Im Bereich Feuerwehrtechnik kann mit einem anspruchsvollen Wissensspiel (z.
B. aus den Unterlagen "UVV in der Jugendfeuerwehr") das in der Vergangenheit
gelernte dargestellt werden.
Daneben muss eine Übung mit dem Schwerpunkt Geschicklichkeit oder
Schnelligkeit durchgeführt werden.
Die Erfüllung der Aufgaben führt zur dritten Eintragung im
DJF-Mitgliedsausweis durch den Kreis-JFW/FBL-Wettbewerbe und Verleihung der
Jugendflamme Stufe III.
| 1. Stufe |
2. Stufe |
3. Stufe |
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